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Alles ist miteinander verwoben. Da ich nach 5 Hundelosen Jahren mich wieder mit Hunden beschäftige, habe ich begonnen, entsprechenden Literatur zu lesen. Dabei bin ich auf das Buch „ Die geheime Seele meines Hundes“ gestoßen, das ich wärmstens empfehlen kann und aus dem ich gerne heute ein Kapitel veröffentliche. Die Autoren „ Laurent Amann & Asim Aliloski“ beschreiben anhand der Hundehaltung und der Spiegelung zwischen Halter und Tier genau das, was wir Menschen uns auch untereinander ( Eltern/Kinder, Mann/Frau, Freunde/Kollegen)  untereinander, usw. spiegeln. Es macht in der Sache keinen Unterschied. Das Tier spiegelt uns unsere inneren unaufgelösten Muster und Blockaden.

Das lustige ist, das ich mit meiner Freundin – einer Tierärztin, Dr. – genau dieses Thema als nächstes tiefer erforschen möchte, um uns das Zusammenleben mit unseren Tieren zu erleichtern.

Aus dem Buch:

Der UMGANG MIT SCHULDGEFÜHLEN 

… gibt es im Hinterkopf diese Stimme, die einem Angst macht. Sie stellt alles in Frage: Mache ich alles richtig? Bin ich gut genug für … ? Wäre … woanders nicht besser aufgehoben? Geht es ihm gut bei mir? Was muß ich noch für ihn tun? Die Liste solcher Fragen ist schier endlos, und das Gefühl dahinter ebenso. … haben das Gefühl,dass ganz gleich, was sie tun, es nie wirklich genug ist. Sie glauben, dass ihr … noch mehr Liebe, noch mehr Aufmerksamkeit, noch mehr Zeit mit ihnen, … , braucht. Und wenn sie dann mehr von alledem bieten, sind sie trotzdem noch nicht ganz zufrieden und beruhigt. … Schuldgefühle sind an der Tagesordnung, wenn eine Besprechung sich hingezogen hat und … womöglich länger auf einen warten musste.  …

Bei Schuldgefühlen herrscht der Gedanke vor: Ich bin nicht gut genug. Oder: Ich bin es nicht wert. Dieser Gedanke wird mitunter bereits Kleinkindern eingepflanzt. Sie erfahren schon sehr früh, dass sie nur für ein bestimmtes Verhalten geliebt werden. Wenn ein Kind immer brav, nett, höflich, unauffällig, clever ist, dann bekommt es Liebe. Es ist jedoch unmöglich, immer nur lieb und nett zu sein. Folglich denken ( Ute: manifestieren) viele Kinder, dass sie so, wie sie sind, nicht richtig sind. Sie glauben, sie wären nicht gut genug und seien es nicht wert, geliebt zu werden. Sie lehnen dabei meist nicht die Erwachsenen ab, weil diese für ihr Überleben wichtig sind. Leichter ist es sich selbst abzulehnen und zu glauben, dass etwas mit einem selbst nicht stimmt. So entstehen Schuldgefühle und -gedanken. Statt sich zu lieben, wie man eben ist und seine Potentiale zu entfalten, geschieht genau das Gegenteil: Der betroffene Mensch verabscheut Teile in sich oder sein ganzes Sein. Und damit nicht genug. Er oder sie versucht, alles wieder gut zu machen. ( Ute: geschieht meistens unbewusst, es ist wie ein innerer Trieb) Also noch netter sein, es allen recht zu machen, zu allem Ja zu sagen und ja nicht unangenehm aufzufallen. Dieses Verhalten schreit nach Liebe, doch in Wirklichkeit ist nur Schmerz da, der aus Schuldgefühlen resultiert. Mit jeder positiven Zuwendung, die man dann von seinen Mitmenschen bekommt, wird der Schmerz vorübergehend gelindert. Doch jede Handlung, jeder Schritt und jedes Verhalten der Betroffenen ist von Schuld getragen. ( Ute: es ist in allen Handlungen des Menschen verwoben) Auf Dauer funktioniert das nicht. Irgendwann erkennt der Schuldgeplagte, dass er alles tut, was er kann, und doch nie die Anerkennung bekommt, die er sich wünscht. Das liegt daran, dass die frühkindliche Verletzung durch Liebesentzug ein Loch in die Seele gerissen hat, das nicht gestopft werden kann.  Unsere Erfahrung zeigt, dass Menschen nur dann etwas in ihrem Leben verändern können, wenn sie sich von Schuldgefühlen befreien. Wenn sie etwas besser machen wollen, müssen sie zuerst die Schuld loslassen. Erst dann sind sie frei. Erst dann können sie frei entscheiden, was sie wirklich wollen und was sie in ihrem Leben ändern wollen. Erst dann bringt ihnen auch eine Verbesserung die Erfüllung, nach der sie sich sehnen. Sie besänftigen dann nicht mehr irgendwelche Emotionen ihrer Schattenseite und stopfen auch keine inneren Löcher mehr. Stattdessen fühlen sie sich frei und im Einklang mit sich selbst. Aus diesem Grundzustand geschieht Veränderung am leichtesten. Und jede Transformation bringt dann noch mehr Liebe und Erfüllung ins Leben. …

Für ihre Schwächen und Fehler sollten sie sich aber nicht schlecht machen und auch nicht von anderen herabwürdigen lassen. Bewahren sie stets ihren Stolz, ihre Würde  und ihre Achtung sich selbst gegenüber. Das ist ihr Recht als Mensch. Übernehmen sie Verantwortung für ihr Handeln und seien sie dabei liebevoll zu sich selbst. Sie dürfen dabei wachsen und lernen, dass es auch anders geht. Verstehen sie das ein Mensch einstetig lernendes Wesen ist. Sie dürfen nun jeden Fehler, jede Schwäche und jede Blockade dazu nutzen, um sich weiterzuentwickeln, sich noch mehr zu lieben und zu ehren, die Wunder des Lebens zu erkunden um die Schönheit des Seins zu entdecken. Leben sie sich so, wie sie sind,mit all ihren positiven und negativen Seiten. Stehen sie voll und ganz zu ihren Schattenseiten, statt sich dafür schuldig zu fühlen. Und nutzen sie sie für die Transformation zu mehr Glück, Liebe, Freiheit, Kraft, Stärke und Harmonie. Lernen sie dabei Verantwortungsbewusstsein. Verstehen sie, wie ihr Denken und Fühlen genau diese Situation ausgelöst hat und welche Lernerfahrung für sie darin steckt. Wenn sie all das beherzigen, hat Schuld keinen Platz mehr in ihrem Leben. Nur noch Liebe und Lernen.

Übernehmen sie ruhig die Verantwortung für ihr Handeln und lieben sie es, ihr Leben zu verändern, aber nicht mehr aus Schuldgefühlen heraus, sondern aus purer Selbstliebe und Wertschätzung.