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Stellst du dir diese Frage auch manchmal?

Was hält mich davon ab meine Gewohnheiten zu ändern, obwohl ich es mir immer wieder vornehme?

Typisches Szenario:

Es ist Silvester und ich nehme mir wie jedes Jahr vor, ab dem nächsten Tag ganz viele Dinge in meinem Leben zu verändern, die ich nicht in länger haben will.

Beispiel: Meine Essgewohnheiten gefallen mir nicht. Ich möchte konsequenter Sport treiben. usw.

Meistens gelingt das Vorhaben für ein paar Tage bis Wochen und schwupps findest du dich im alten Trott – in der alten Routine wieder. Wie und was du frühstückst, welchen Weg du zur Arbeit gehst (meist ist es immer der gleiche), wie du deine Mittagspause gestaltest, und und und, so geht es weiter bis du am Abend deine Zähne putzt und ins Bett fällst.

Circa 80 % deines täglichen Tuns wird automatisch vom Gehirn erledigt, eine Routine – ein Programm. Einerseits ist das ein tolles Energiesparprogramm, aber wenn wir uns ungünstige, geradewegs ungesunde Gewohnheiten angeeignet haben, arbeitet diese negative Gewohnheit gegen uns.

Auch wenn uns auffällt, das genau diese Gewohnheit uns schadet, ist es fast unmöglich für uns, diese in ein positives Programm zu verändern, trotz unseres freien Willens.

Laut der Hirnforschung gehört es zum schwierigsten Unterfangen überhaupt, alte Gewohnheiten durch eine neue Gewohnheit außer Kraft zu setzen. Denn mit unserem Gehirn gestaltet sich zwar das Lernen einfach, aber das Umlernen ist ungleich schwieriger. Abgespeicherte Programmierungen/Gewohnheiten müssen erst von uns bewusst erkannt, dann in der Wurzel gelöst und durch Positives ersetzt werden. Das bedarf der regelmäßigen Übung, wie wir das beispielsweise beim Erlernen eines Instruments oder des Gesangs tun. Desto mehr man übt, desto mehr wird das Geübte zur neuen Gewohnheit, zum neuen Programm. Doch darf man sich weder abschrecken lassen, aufgeben oder von der alten Gewohnheit tyrannisieren lassen.

Gewohnheiten geschehen automatisch, ohne zu fragen, ob sie nun gut tun oder nicht.

Von meiner heutigen Perspektive aus kann ich deshalb sagen das Veränderung sich lohnt, denn dadurch werde ich immer mehr mein eigener Chef und bin der Tyrannei meiner alten Gewohnheiten immer weniger ausgeliefert. Ich lebe mehr und mehr nach meinem freien Willen.

Was könnte für dich eine Motivation sein?

Leidensdruck oder doch lieber die Aussicht auf die Belohnung durch ein schöneres Leben?