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Morgens wie ein Kaiser. Mittags wie eine König. Abends wie ein Bettelmann.

Aus einem Interview (happinez 7/17) mit Professor Michalsen – Internist, Herzspezialist, Naturheilkundler –

Was halten sie von dieser Ernährungsregel?

Nichts. Sie ist überholt – genauso wie die 5 leichten Mahlzeiten am Tag. Die heutige Forschung zeigt mehr und mehr: Iss zweimal, dafür sättigend, vor allem keine Snacks zwischendurch. Auch nicht wenn sie gesund sind – wie Cranberries oder Chiasamen -. Das bedeutet jedesmal Verdauungsstress für den Körper! Inzwischen wissen wir: Magen und Darm brauchen ihre festen Ruhezeiten. Damit nutzt man dann auch nebenbei den gesunden Effekt des Fastens…

….sie fasten jeden Tag?

So oft wie möglich. Fasten wirkt bereits in einem Zeitraum von 14 – 16 Stunden. Ich versuche eine Nahrungsfreie Zeit am Stück einzuhalten. Das ist gar nicht so schwer, da ich etwa die Hälfte der Zeit schlafe. Mein Schlaf wird dadurch noch unterstützt. Ich frühstücke nicht, trinke nur einen Espresso. Meine erste Mahlzeit ist das Mittagessen ( ab 11Uhr Anmerkung Ute ), da braucht der Körper die meiste Energie für den Erhalt seiner Temperatur. Es fließt weniger Energie in den Aufbau der Fettzellen.  Die nächste Mahlzeit ist abends ( bis 19 Uhr – siehe Organuhr – Anmerkung Ute) Das nennt sich intermittierendes – zeitweiliges -Fasten.

Wenn sie alle Ernährungsstudien zusammenfassen: Wie lautet die Essenz?

Sehr viel Gemüse ( Bioqualität + Kräuter – Anmerkung Ute ). Obst ist gut. Aber mit Ausnahme der Beeren nicht ganz so wichtig wie das Gemüse. Sehr viel gesundes ( bio & roh – Anmerkung Ute ) Fett aus Olivenöl, Leinöl, Rapsöl, Nüssen, Lein- und anderen Samen. Vollkorngetreide. Gewürze.

Weniger wichtig als ursprünglich gedacht, ist Fisch. Die Daten belegen keine spezielle gesundheitsförderliche Wirkung.

Dann sind die guten Omega-3-Fettsäuren aus Lachs und Makrele gar nicht so gut?

Greifen sie lieber zur Pflanze! Nehmen sie täglich 2 Esslöffel Leinöl. Inzwischen ist erwiesen, dass Leinsamen die wertvollen Omega-3-Fettsäuren in höchster Konzentration enthält.

Welches Gemüse unterschätzen wir vollkommen?

Rote Beete! Sie schützt Blutgefäße, Herz und Hirn. Und: Sie steigert unsere Ausdauer. Ein reines Naturdoping!