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Was ich in letzter Zeit immer mehr feststelle ist, das sowohl die Klarheit, wie auch die Deutlichkeit – von Emotionen ungefärbt – ein Merkmal der Wahrheit sind.

Das hätte ich mal als Kind schon lernen sollen/wollen, denn es hätte mir sehr viel Frust und Unverständnis – in beide Richtungen – erspart. Aber gut, jetzt komme ich der Wahrheit, dank meiner Mitbewohner, immer näher.

Werden Diskussionen, Gespräche aller Art ohne Einbeziehung von Emotionen geführt, bekommt man als Ergebnis, ein für alle Beteiligten bestmögliches Resultat, ohne das sich irgendjemand verbiegen muß oder schlecht fühlt. Das geschieht automatisch, da in diesem Fall die Klarheit mit der Wirklichkeit, der Wahrheit übereinstimmt.

Führt man allerdings die Gespräche, sowie es in den meisten Fällen stattfindet – emotionell reaktiv, fühlt sich angegriffen, bewertet oder übergangen – wird ein wahrhaftiges Ergebnis – mit dem alle Beteiligten zufrieden sind – nicht möglich sein. Irgendjemand fühlt sich in dem Fall immer schlecht, was sich dann auch auf die zwischenmenschlichen Beziehungen niederschlägt. In jedem folgenden Gespräch wird das negative Ergebnis als Filter abgespeichert, um im nächsten Gespräch wieder zu wirken. Ein ziemlich doofer Zustand, da wir ihn erst erkennen müssen, bevor wir ihn überhaupt auflösen können. Das ist ziemlich herausfordernd.

Klarheit ist demzufolge eine geistige Fähigkeit – sich Klarheit verschaffen, klar zu sein, klar in seinen Entscheidungen und auch Handlungen zu sein – ohne von Emotionen aus dem Unterbewusstsein gesteuert zu werden. Dazu benötigt man ein klares Wahrnehmungsvermögen, frei von Vorurteilen. Wer hat das schon gelernt? Wünschen tun wir uns Harmonie und Klarheit wohl von Anfang an.

Außerdem heißt Klarheit für mich, offen zu sein und nicht mit Emotionen an Dinge heranzugehen, welche die Wahrheit, die Wirklichkeit verhindern.

Es ist sehr hilfreich, habe ich festgestellt, Dinge klar zu sehen. Zum Beispiel die Feststellung: „Aha, das ist jetzt die Situation!“ Sie ist so wie sie ist, weder wunschbehaftet oder mit Ängsten was wohl alles schiefgehen könnte, usw..

Wenn nun in dir Klarheit in der Entscheidung vorherrscht, wirst du dich fragen: Was sind nun die Optionen, die Möglichkeiten und was ist das Richtige in dieser Sache? Das wird dich eher entspannen, als anspannen da du nichts Emotionales in die Situation hinein interpretieren wirst. Du siehst die wirkliche Sache, die zur Lösung ansteht.

In der Folge bedeutet das: Klarheit der Entscheidung, Klarheit des Tuns, Klarheit des Handelns. Das bedeutet, du lässt deinen Worten Taten folgen, du redest nicht um den heißen Brei herum, windest dich nicht, usw., du sagst klar und deutlich was du willst.

Sehr förderlich für jede zwischenmenschliche Beziehung ist immer klar und ehrlich zu sagen, was man will und was man nicht will. Das ist so entspannend, – man glaubt es kaum – da sich dadurch jeder wohl fühlt und genau weiß woran er beim anderen ist. Demzufolge bekommt unser Zusammenleben dadurch eine wunderbare, harmonische, wirklich glückliche Färbung, wo sich jeder pudelwohl fühlt, da man sich nach und nach immer weniger verbiegt um es anderen recht zu machen. Das ist einfach nur schön und kolossal entspannend auf allen Ebenen.

Durch diese Klarheit bekommen wir immer mehr Zugang zu Glück, Frieden, Harmonie, Ehrlichkeit, Inspiration, Kreativität, Mut, Erfolg, Stärke und Glauben an uns selbst. Für mich ein sehr lohnendes Thema zum Anschauen.