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„Der Blinde kann sich nicht selbst sehen.” Das gilt nicht nur für den physisch Blinden.

Wenn wir uns diese Aussage mal ganz genau anschauen, bereit sind uns selbst ehrlich anzuschauen, dann erfahren wir wundersame, ja – unglaubliche Dinge über uns.
Als ich damit begann, taten sich immense Widerstände in mir auf, da ich mich ja mit der Ute identifizierte, die ich das Leben lang kannte. Ich habe mich der Selbsttäuschung hingegeben, ich wollte immer dazugehören und tat unbewusst alles um es wahr zu machen. Ich übte das unbewusst und durch die Kraft meiner Gedanken programmierte ich damit Muster um Muster. Das hatte zur Folge, dass ich mich mein Leben lang verbogen habe. Allerdings schmerzte es irgendwann in mir in allen Bereichen so sehr, dass ich dann das genaue Hinsehen als Chance erkannte. Egal wie scheußlich sich das für mich zu der Zeit anfühlte.
Zugegeben, am Anfang waren die ganzen Erkenntnisse über mich und mein vergangenes Leben ziemlich herausfordernd. Aber, und das ist das Schöne daran, wenn es einmal geschafft ist, von einer neutralen erhöhten Perspektive auf seine Vergangenheit zu schauen lernt man sehr viel über sich und erkennt wie die Welt um uns herum tickt.

Mit der Zeit rückt die Gegenwart immer mehr in den Fokus und die Vergangenheit verliert mehr und mehr ihren Einfluss auf das jetzige Leben – die Gegenwart. Das bedeutet, die Gegenwart – ohne die unbewussten Einflüsse aus der Vergangenheit – zu steuern um so meiner Zukunft eine von mir bewusst gewünschte Form zu geben. Allein dafür hat es sich gelohnt. Als Nebenwirkung sind allerlei Schmerzen verschwunden, ich fühle mich in mir und mit mir freier und entspannter. Außerdem kommen immer neue Ideen in mein Bewusstsein, wie ich mein Leben weiter gestalten und formen kann. Um die tatsächliche Tragweite in der Tiefe erfassen zu können, muss man sich erlauben, neugierig sein, das selbst erleben zu wollen.

Das Unterbewusstsein der meisten Leser dieses Artikels wird als allererstes feuern und reagieren mit:

„Mich betrifft das nicht, ich mache alles bewusst!”

Das ist schön und wahr, wenn … du gesund und fit bist, unabhängig vom Passalter beweglich bist und jung aussiehst, gut siehst, keinerlei Abhängigkeiten hast ( Genussmittel aller Art, emotionale Essgewohnheiten, usw.. sprich das ehrlich anzuschauen: „Genießen ohne es zu brauchen.” ) , deine Kreativität sprüht und du ständig neue Dinge ausprobieren möchtest, usw.

Mein Herzenswunsch als Mutter zweier Kinder ist, dass ich das alles gerne gewusst hätte, bevor meine Kinder kamen. Es hätte ihnen und mir einiges erspart. Liebe Eltern, damit ihr nicht eure Muster euren Kinder vorlebt und sie diese nicht zu ihren eigenen machen, befreit Euch von den Altlasten, inspiriert und heilt eure Familien und euer Umfeld. Ihr werdet mit kreativen, entspannten, gesunden und freigeistigen Kindern belohnt.

In meiner Vision bedeutet das, desto mehr Menschen ihre Selbsttäuschung überwinden, desto weniger sind sie von außen beeinflußbar und die Welt wird wieder ein schöner Platz für alle.